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Manic Street Preachers

Resistance Is Futile

12.04.2018

 

«Resistance is Futile» ist das erste Manics-Album, das in ihrem neuen Door To The River-Studio aufgenommen wurde. Wir erinnern uns: in Interviews im Vorfeld der Veröffentlichung des 2010er-Albums «Postcards From A Young Man», erklärte Manic Street Preachers-Bassist Nicky Wire, das Album sei ein «letzter Versuch zur Kommunikation mit den Massen». Zwanzig Jahre nach ihrem rebellischen Debüt für das Label Heavenly («Motown Junk») konnte man den Eindruck gewinnen, als würde sich die größte Kultband des Vereinten Königreichs auf eine künftige Zuschauerrolle vorbereiten und den Weg für eine jüngere Generation von Emporkömmlingen frei machen, die sie vom Sockel stoßen würde, um ihren Platz einzunehmen. «Resistance Is Futile“ ist textlich unerwartet offen und die Band bedient sich einer Palette von Emotionen, die man normalerweise nicht automatisch mit ihr in Verbindung bringen würde. Vom kaskadenhaften Anfang des Songs «People Give In“ bis hin zum gebrochenen «The Left Behind» ist das Werk einer Band, die danach verlangt, gehört und begleitet zu werden, und das bei voller Lautstärke. Es sind Manic Street Preachers-Songs, die für die Bühne geschrieben wurden und im Sonnuntergang gesungen werden sollten. Obgleich man nicht sonderlich auf die aktuelle Nachrichtenlage fixiert zu sein scheint, befassen sich die Texte der neuen Songs mit ausbeuterischen Tech-Firmen, den Auswirkungen des Brexit-Referendums 2016 auf persönliche Beziehungen und die quälende Langeweile, die moderne Parteipolitik bei den Menschen auslöst. Seine Inspirationen bezieht das Album aus den verschiedensten Quellen. Dazu zählen u.a. der berühmte «International Klein Blue»-Farbton des französischen Malers, Bildhauers und Performancekünstlers Yves Klein, die Tode berühmter und anonymer Persönlichkeiten (David Bowie und Vivian Maier), die Stadt Liverpool und die vergifteten Beziehung von Dylan und Caitlin Thomas. Oder wie Nicky Wire sagt: «In einer derart zerbrochenen und dysfunktionalen Welt war es uns unmöglich, das Konzept von ‚Kunst als Versteck und Waffe‘ zu vermeiden. Das ganze Album ist geprägt von Begriffen wie Erinnerung, Verlust und Gnade. Oder um Phil Ochs zu zitieren: «In solch hässlichen Zeiten ist der einzige wahre Protest die Schönheit.»

 

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