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Biographie

Eigentlich mag es WOLFGANG PETRY nicht, wenn über ihn geschrieben wird. Im Interview ist er deshalb wortkarg und beschliesst jeden Ansatz einer Plauderei über sich selbst mit: "Das ist doch uninteressant, das will doch niemand wissen." Ganz anders, wenn Petry mit seinen Fans zusammentrifft. Vor den Konzerten sieht man den erfolgreichsten deutschen Sänger vor dem Stadionzaun bei den wartenden Zuschauern. "Wir reden dann über Gott und die Welt, ich erzähle, was Rosie und ich so erlebt haben und die Fans erzählen von sich. Da erfährst Du mehr über das Leben in Deutschland als aus jeder Zeitung."

Aus den schwierigen Jahren zu Beginn seiner Karriere, in denen der Erfolg ausblieb, rührt Petrys tief verwurzelte Bodenständigkeit. Auf die Frage, ob Erfolg einen Menschen verändere, sagt er selbstbewusst: "Mich nicht!" Weil er weiss, wie sehr junge Familien oder arbeitslose Väter mit jeder Mark haushalten müssen, hat Petry stets darauf bestanden, dass die Eintrittspreise für seine Konzerte konstant niedrig bleiben - auch wenn die Veranstalter im Laufe der Jahre dabei graue Haare bekamen.

Petry: "Die Leute sollen gut drauf sein, ihre Sorgen mal für ein paar Stunden vergessen und einfach abfeiern. Wie sollen sie das können, wenn sie die ganze Zeit darüber nachdenken müssen, wo sie die Kohle für die teuren Konzertkarten wieder einsparen können. - Aber das brauchen wir nicht schreiben, das ist ja nur meine persönliche Meinung." Viel wichtiger ist es in seinen Augen, dass die Familienfeste, wie er die Grossevents liebevoll nennt, Gelegenheiten der Begegnung, des sich Kennenlernens sind.

Nicht ohne Stolz berichtet Wolgang Petry von einem Briefwechsel mit einer Frau, die aufgrund ihrer aufopfernden Tätigkeit für ihr behindertes Kind gesellschaftlich isoliert und vereinsamt war. Im Petry-Konzert lernte sie, wieder auf Menschen zuzugehen, zu feiern, loszulassen von den drückenden Alltagssorgen. Sogar einige gute Freunde hat sie unter den Zuschauern kennengelernt. "Das sind meine wirklichen Erfolge", sagt Petry mit strahlenden Augen. "Für diese Frau und für Tausende, die Freundschaft und Harmonie suchen, singe ich. Nicht für die Plattenbosse." Da war es nur konsequent, dass er die Verleihung von Gold- und Platin-CDs untersagt hat. "Ich komme mir dabei völlig fehl am Platze vor. Es geht doch nicht um eine halbe oder eine Million verkaufter Tonträger. Was sind das für schrecklich anonyme Zahlen? Es geht doch um jeden Einzelnen, der sein sauber verdientes Geld für eine CD ausgibt. Jeder Käufer hat seine eigenen Gründe dafür. Da hat mir zum Beispiel ein Mann geschrieben, er habe sich das Album "Einfach geil" gekauft, weil ihm der Titel "Auf Deinem weiten Weg" in einer schweren Stunde sehr geholfen hat. Das ist ein schönes Kompliment. Und ehrlich: Was interessiert es diesen Mann ob noch 499.999 andere Menschen das Album kaufen. Das kann dem doch Scheissegal sein, oder?"

Seine innere Ruhe und Gelassenheit verdankt der Schlagerkönig zuallerletzt seiner Familie. Seit über 25 Jahren ist er mit Ehefrau Rosie verheiratet, Sohn Achim ist ebenfalls Musiker und spielte mit seiner Gruppe TRADEMARK im Vorprogramm der Open Air Tournee (1999) seines Vaters.

AUSZEICHNUNGEN:
· 1997/1998/1999 zum 3. Mal in Folge: "ECHO"-Preisträger erfolgreichster Künstler "Deutscher Schlager"
· 1996/1997/1998/1999 zum 4. Mal in Folge: Preisträger der "Goldenen Stimmgabel"
· 1998 PLATIN - Stimmgabel (Sonderauszeichnung)
· 1996/1998 Jahressieger der "Deutschen Schlagerparade"
· 1997/1998/1999 zum 3. Mal in Folge: Jahressieger der "ZDF-Hitparade"

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