Sony Logo
Skip to main content

Biographie

Mehrere Zehnmillionen Ticketbestellungen aus aller Welt! Die Begeisterung angesichts der bevorstehenden Fußball-EM in der Schweiz und Österreich ist zweieinhalb Monate vor dem Eröffnungsspiel am 7. Juni in Basel kaum mehr zu toppen. Die wochenlange Wartezeit bis zum Turnierbeginn können die Anhänger der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nutzen, ihre neue EM-Hymne ins Basis-Repertoire der Stadiongesänge aufzunehmen: Am 21. März feierte der offizielle DFB-Fan-Song seine Radio-Premiere. Verantwortlich für den Soundtrack zum Sportereignis des Jahres ist die Hamburger Rockband Revolverheld, ohnehin seit Jahren als fußballverrückt bekannt. Die fünf Hanseaten schrieben den designierte Stadion- und Fanmeilen-Mitsing-Hymne "Helden 2008". Der Song erscheint rechtzeitig zum EM-Endrunden-Auftakt Ende Mai beim SONY-BMG-Label Columbia Deutschland als Single. Am 8. Juni wird es dann für das Nationalteam und seine Fans ernst: Dann bestreitet die deutsche Mannschaft in Klagenfurt ihr Auftaktmatch im Rahmen der 13. Fußball-Europameisterschaft gegen Polen. "Helden 2008" ist nicht das erste Mal, dass die Band ihre Fußballpassion zum Songthema macht: So erschien im Sommer 2006 u.a. der Song "Heimspiel" als B-Seite der Hitsingle "Mit dir chilln".

Am 6. Juni - ebenfalls rechtzeitig vor EM-Start - erscheint das letztjährige Top-3-Album der Band, "Chaostheorie", in einer Re-Edition. Der Longplayer enthält dann neben den bisherigen Hits "Ich wird' die Welt verändern", "Du explodierst" und "Unzertrennlich" auch die neue Single "Helden 2008" sowie das bislang lediglich als B-Seite erhältliche Stück "Heimspiel".

In ihrer Karriere veröffentlichten Revolverheld bislang zwei Alben: Das selbst betitelte Debüt "Revolverheld", das bis auf Platz sieben der deutschen Longplay-Charts kam und Goldstatus erreichte, sowie den letztjährigen Follow-Up "Chaostheorie", der die Media Control Album Charts auf Position drei enterte. Darüber hinaus konnten Johannes Strate (Gesang), Kristoffer Hünecke (Gitarre), Niels Grötsch (Gitarre), Jakob Sinn (Drums) und Flo Speer (Bass) sieben Singles in den deutschen Charts platzieren. Mit ihrem Hit "Freunde bleiben" erreichten sie den zweiten Platz beim "Bundesvision Song Contest 2006". Im selben Jahr wurden Revolverheld mit der "Eins Live Krone" als "Bester Newcomer des Jahres" ausgezeichnet, 2007 erhielten sie für ihre Clubtour einen LEA-Award.


Biografie

Fällt das Wort "selbstgemacht" im Zusammenhang mit erfolgreichen Musikern, so soll diese Beschreibung, ob sie nun von Popsternchen oder gar von gestandenen Rockbands kommt, oftmals nur darüber hinwegtäuschen, dass Songs und Sound wesentlich von Machern hinter den Kulissen kommen. Dass sich viele Künstler wegen fehlender Ideen von namhaften Produzenten und Songwritern helfen lassen (müssen), ist ein durchaus legitimer und üblicher Weg - er bedeutet allerdings: Abhängigkeit.

Nichts hassen Revolverheld mehr als Abhängigkeit - nichts ist ihnen wichtiger als musikalische Selbstbestimmung. Und genau deswegen steht die Karriere dieser Band auf einem soliden Fundament, das da heißt: alles selbstgemacht!

Eines vorweg: Die fünf Jungs selbst posen nicht unnötig offensiv mit ihren Songwriter- oder Produzentenfähigkeiten, sondern empfinden ihre Selbstbestimmung schon seit den ersten Tagen der Band als künstlerische Selbstverständlichkeit. Man muss Johannes Strate (Gesang), Kristoffer Hünecke (Gitarre), Niels Grötsch (Gitarre), Jakob Sinn (Drums) und Flo Speer (Bass) jedoch die Fakten rund um die Entstehung ihrer beiden Alben geradezu abringen. Wie auch immer. Tatsache ist: Revolverheld schreiben nicht nur ausnahmslos alle Songs und Texte selbst, sondern verantworten auch die komplette Studioproduktion mit allem Drum und Dran - alles Dinge, die selbst bei manch alternativ-gehypten Indierockern heutzutage nicht mehr

selbstverständlich sind. Und der Erfolg gibt Revolverheld Recht: Schon das selbstbetitelte Debütalbum schoß bei Veröffentlichung sofort in die deutschen Top10, verkaufte sich bis zum heutigen Tage allein in Deutschland mehr als 160.000 Mal und ließ damit die Sales-Grenze für Gold bereits vor Monaten schon hinter sich. Eine ohne Einschränkung mehr als spektakuläre Leistung für das Debüt einer jungen deutschen Rockband.
Ein weiteres Erfolgs-"Geheimnis" der fünf Hamburger ist das wohl älteste des Musikbusiness überhaupt. Neben dem offensichtlichen "Näschen" für starke Hooks, erspielten sich die Revolverhelden seit ihrer ersten Probe im Jahre 2003 mit viel Energie und unzähligen, immer größer werdenden Konzerten konsequent eine beinharte Fanbase. "Mir wurde die Entwicklung erst richtig bewusst, als wir innerhalb eines Jahres zweimal in meiner alten Heimatstadt Bremen spielten und beim zweiten Gig im Herbst 2006 mit dem Pier 2 eine doppelt so große Halle ausverkauften", erinnert sich Sänger Johannes Strate. "Dabei hatte mich die Größe der ersten Show schon komplett umgehauen." Bei so viel Lust am Livespielen wundert es dann auch nicht weiter, dass Revolverheld (bzw. ihre Booking-Agenturen Extratours und FKP Scorpio) jüngst für die letztjährige Clubtour mit dem "LEA"-Award ausgezeichnet wurde.

Doch auch sonst können sich die Musiker nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beschweren. Neben einer der Fan-aktivsten Band-Homepages der Republik (www.revoverheld.net), auf der minütlich allerlei Wertschätzungs-Postings eintrudeln, wurden Johannes, Kris, Niels, Jakob und Flo im vergangenen Jahr auch ganz offiziell als "Newcomer des Jahres" mit dem Publikumsaward "Eins Live Krone" ausgezeichnet. Nicht zu vergessen der unerwartete und sensationelle zweite Platz bei Stefan Raab's Bandbattle "Bundesvision Song Contest", bei dem Revolverheld ihren Song "(Scheiß auf) Freunde bleiben" zum ersten Mal einem größeren Publikum vorstellen konnten - Band & Song schlugen ein wie eine Bombe, und es ging immer weiter - aufwärts!
Auf den frisch geernteten Lorbeeren wollten und konnten Revolverheld sich jedoch mit ihrem jugendlichen Tatendrang nicht ausruhen. Während der rund 40 Festivalshows im letzten Sommer wurden parallel neue Songs geschrieben, und sofort nach Beendigung ihrer letztjährigen Herbst Tour begab sich die Band Anfang Januar flugs in ein Hamburger Studio, um mit den Aufnahmen für das zweite Album mit dem Titel "Chaostheorie" zu beginnen. Auch diesmal fiel die Rolle der Produzenten den beiden Revolverheld-Gitarristen Kristoffer Hünecke und Niels Grötsch sowie Sound-Engineer Clemens Matznick zu. Etwaigen Druck durch die allseits gestiegenen (Verkaufs-? Erfolgs-? Qualitäts-?) Erwartungen verspürten Revolverheld jedoch zu keinem Zeitpunkt. "Wir sind einfach mit einem guten Gefühl und geilen neuen Nummern ins Studio gegangen und haben losgelegt", erklärt Niels, "wir haben uns nicht vorher hingesetzt und lange diskutiert, in welche Richtung es gehen soll." "Insgesamt ist ?Chaostheorie' wesentlich reifer als sein Vorgänger", ergänzt Kris, "sowohl was die Produktion als auch das Songwriting betrifft." Herausgekommen ist schließlich ein formvollendetes, top-modernes Rockalbum, bei dem sich große Balladen und derbe, Revolverheld-typische Abgeh-Nummern perfekt die Waage halten - und langjährigen Rock-Kennern vielleicht sogar die eine oder andere liebäugelnde Reminiszenz an alte Helden gewährt.
03/2008

Artikel zu Revolverheld


Newsletter

DEMO