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Biographie

MIA. WILLKOMMEN IM CLUB

MIA. sind größer geworden. Größer als das alte Zirkus-Zelt. So groß waren MIA. noch NIE. Das Zelt liegt jetzt zusammengefaltet in der Kiste. Die Kiste kommt mit.
Mit in die Rakete.

Eine Rakete? Was machen wir? Verreisen?
Ja. Andy sagt, die Rakete ist unser Friend-Ship. Und ihr seid eingeladen.
Und wo geht's hin?
Mal sehen. Ins Ungewisse? Da ist es schön! Mit Freunden im Ungewissen, da sind MIA. gerne.

Als MIA. anfingen an neuen Liedern zu arbeiten gab es keine Reiseroute. Es gab kein Überthema das man bebildern wollte, keinen Konflikt der bearbeitet werden musste und auch keine Vision die proklamiert werden wollte. Es gab nur einen Zettel, der im Studio hing und auf dem stand: "LASST UNS TANZEN". Und es gab die Erkenntnis, dass man nach elf Jahren mehr war als Freunde, mehr als ein Kunst-Raum und mehr als eine Familie. Also wurde getanzt. Ohne Regeln. Und jeder Einzelne ließ sich immer wieder von den anderen führen.

Menschen, die alleine Musik machen oder komponieren, kennen ihre Lieder bereits, wenn sie sie im Studio aufnehmen . Sie kennen sie aus ihrem Kopf. MIA. sind ein Team. Ein Kreativ-Ameisenhügel. Wenn wir miteinander Musik machen hört jeder an jedem Tag die eigene Musik zum ersten Mal. Das ist wie seine eigene Geburt zu sehen während sie gerade passiert.

WILLKOMMEN IM CLUB. Disco? Auch! Aber das vierte MIA.-Album ist mehr, als nur eine Einladung zum Tanzen. Es tanzt. Aber es denkt auch. Es macht sich Gedanken. Es hat eine weiche Seele und einen klugen Kopf. Und der Club in den es uns einlädt, ist keineswegs Elitär, sondern eine offener Raum für offene und wahrhaftige Menschen. Eine Spielwiese. Ein Club voller ungeschickter Enthusiasten, leiser Zuhörer und lauter Freunde. Ein Raum voller Trost suchender und Liebe findender dummer Jungs und starker Frauen. Und umgekehrt.

In den Liedern von WILLKOMMEN IM CLUB steckt viel Musik aus den ersten drei MIA.-Alben. Aber es wiederholt sich nichts. Es ist vielmehr eine Reflektion und Weiterführung der klingenden Vergangenheit. WILLKOMMEN IM CLUB ist weniger theatralisch als ZIRKUS und gerade deshalb sehr emotional. Es ist weniger politisch als STILLE POST und gerade deshalb so ambitioniert und es hat die harsche Geradlinigkeit von HIEB UND STICHFEST gegen krumme Komplexität getauscht. Dabei verteilen sich die vielen Facetten der Musik von MIA. nicht, wie bei einem Mixtape, auf verschiedene Songs, sondern man hat man das Gefühl, dass alle Gesichter dieser Band in JEDEM Song zu sehen sind. Diese Kombination macht die Musik von MIA. endgültig zum Unikat. Niemand macht so etwas. Es ist MIA.-Musik.

Licht ist nicht besser als Schatten. Beides ist gut.

Dies ist ein weises Album. Es geht nicht um das große Ganze. Es geht um die Erkenntnis der eigenen privaten Fehlbarkeit. Niemand muss perfekt sein. Niemand IST perfekt. Nicht als Freund, nicht als Partner, nicht als Musiker. Man muss nicht mit sich selbst im Reinen sein um geliebt zu werden. Oder zu lieben. Es ist ein Anfang seine eigenen Schwächen zu erkennen, sie sich einzugestehen und sie anderen mutig zu zeigen. Schwäche zeigen und Stärke teilen - das wäre (wieder mal) ein ANFANG.

Der Prozess in dem bei uns Musik entsteht ist unruhig und unüberschaubar. Aber das wollen wir so. Daran sind wir gereift und gewachsen.

MIA. wollten ein Album für die Zukunft machen. Eins, dass man in 15 Jahren hört und sagt: So klang die Musik im Jahr 2008.

Weitere Informationen: www.miarockt.de
08/2008

Artikel zu Mia.


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