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Biographie

Auf seinem letzten, über Internet verbreiteten Mixtape "Jeunes, coupables & ivres" kündigt M.A.M stolz das Erscheinen seines ersten Albums "Comme les jeunes" an. "Ai eu un ou deux trucs à faire", ironisiert er, um seinen Vertrag mit Sony Music bekanntzugeben. Der Genfer Rapper, der bislang häufig mit Double Pact und dort an der Seite der Vokalisten Stress und Nega vor allem auch im Vorprogramm anderer Musiker zu sehen war, tritt nun endlich selbst ins Rampenlicht. Mit seinen 29 Jahren blickt er bereits auf sechzehn Jahre Hip-Hop und Rap - eine gute Vorbereitung für seinen richtigen Durchbruch.
Auf der im Vorfeld zum Album veröffentlichten Single "Grind" (feat. Stress, prod. Yvan) erklärt er: "Das Schwierigste ist nicht der Fall, sondern der Start". Für einen, der mit der Bewegung Terrorime gearbeitet, in New York Produktionen für den Gangsta-Rapper 50 Cent realisiert und dann 2007 sein erstes Soloprojekt auf den Weg gebracht hat, dürfte der Orbit schnell erreicht sein. "Comme les jeunes" verbindet in einem Atemzug bissig treffende Sprache mit melodischen Klangführungen.
Aber nicht nur. Hinter einer harten, aus den Höhen und Tiefen des Lebens gewachsenen Schale verbirgt sich auch ein sanftes Lamm, das die weiche Musik der Schwarzen liebt: R&B, Soul, Funk. Neben Marvin Gaye, Prince, Jay Z oder Kanye West sind auch Einflüsse der brasilianischen Musik und des französischen Chansons erkennbar. Gerade diese in die Melodien eingebetteten Streicheleinheiten unterscheiden M.A.M vom traditionellen Rap Romand von Sens Unik oder Stress. "Diese Kontraste gefallen mir. Sie entsprechen meinem Wesen. Ich denke Melodien sind wichtig, ganz gleich, wie hart die Stücke sind".
Weich und spannungsgeladen ("Toxic"), wütend und humorvoll ("Fass 90") skizziert "Comme les jeunes" erlebtes Elend, Wut und Lachen eines Halb-Guineers/Halb-Schweizers aus dem 1201 (Le Pâquis), jenem Genfer Stadtteil, der sinnbildhaft für die kosmopolitischen Wurzeln von M.A.M steht. Seine Seelenzustände reflektieren Schicksalsschläge und Verletzungen ebenso wie Freundschaft und Feiern. Ohne Angst vor übler Nachrede gibt sich M.A.M ganz und gar, Cash! Ungeniert und ohne Scham - "weder Musterknabe noch böser Bube, weder reich noch arm. Ich bin ein ganz normaler Typ, der im Rap eine Chance gefunden hat, ein zweites Leben zu starten". Es gibt nichts zu verlieren. Gefragt, wie es ihm geht, kann er mit grossem Ernst einen seiner symbolischen Titel aus "Comme les jeunes" skandieren: "Je survis".
"Comme les jeunes" entstand in "chaotischen Nachtsitzungen" in zwei Studios in Nyon (VD) und in Vernier (GE), unter beratender Mitwirkung von Stress und vermittelt gleichzeitig eine Art von Dringlichkeit, Urbanität und Hektik. Das Verlangen, schnell und gut voranzukommen. Spontaneität und lebhafte Ideen werden musikalisch nicht glattpoliert. Nach einer ersten schnellen Elektrosequenz erscheint der Motor der Rap-Produktion vor allem auch instrumental.
Im April wurde M.A.M vom britischen Produzenten Mark Ronson (Nate Dogg, Amy Winehouse, Lily Allen oder Robbie Williams) und von Katy B ausgewählt, um an der Schweizer Version des Titelsongs einer Kampagne mitzuwirken, die von Coca-Cola im Rahmen der Olympischen Sommerspiele in London 2012 auf den Weg gebracht wurde, um Jugendliche dem Sport näher zu bringen. M.A.M singt und zeichnet für den französischen Text des Titels "Anywhere in the World" verantwortlich, der in Form einer Internationalen der Jugendlichen im Aufbruch konzipiert ist. Eine Superproduktion, die bestätigt, dass der Karriere-Countdown von M.A.M voll läuft.

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