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Biographie

Il Divo sind zurück: Frisch, ausgeruht und voller Tatendrang - bereit, die Welt daran zu erinnern, was ihr in den vergangenen Monaten gefehlt hat. Im November veröffentlicht das beliebteste Oper-Crossover-Quartett der Welt mit "The Promise" sein bislang vielfältigstes und aufregendstes Album.
"Die Menschen werden von diesem Album definitiv überrascht sein", ist sich der amerikanische Tenor David Miller sicher. "Unser Ziel war es, mit frischen Ideen und unverbrauchten Ohren an die Sache heran zu gehen. Wir wollten diesmal völlig andere Dings ausprobieren. Wir zünden zwar nach wie vor unser gesamtes musikalisches Feuerwerk ab, aber dieses Album hat eine größere Bandbreite, verfügt über mehr Dynamik, hat mehr Licht und mehr Schatten, mehr Farbe. Es ist insgesamt ein kompletteres Album."
Etwas ganz Entscheidendes widerfuhr Il Divo während des Entstehungsprozesses des Albums: Die vier Sänger entdeckten ihre neue gemeinsame Bestimmung. "Wir sind wesentlich reifer als zu unserer Anfangszeit", erklärt der spanische Bariton Carlos Martin. "Wir sind keine vier Solo-Sänger mehr, die zusammen singen. Wir sind eine Gruppe."
"Wir haben sehr viel Vertrauen zueinander aufgebaut", sagt der Schweizer Tenor Urs Bühler. "Wir haben verinnerlicht, dass das Beste für Il Divo auch das Beste für jeden Einzelnen von uns ist, denn wir sind Il Divo. Wir gehören zusammen." Oder wie der französische Popsänger Sebastian Izambard es ausdrückt: "Il Divo sind eins."
Es war Musikmanager Simon Cowell, der Il Divo vor vier Jahren zusammenbrachte. Die vier Ausnahme-Sänger waren im Rahmen eines weltweiten Audition-Verfahrens ausgesucht worden. Die Virtuosität, mit der das Quartett traditionellen Operngesang mit romantischen und beliebten Pop-Songs verschmolz, eroberte in kürzester Zeit die Welt im Sturm - bislang stehen weltweit über 22 Millionen verkaufte Alben zu Buche. Die ersten drei Il-Divo-Album "Il Divo", "Ancora" und "Siempre" erreichten in 26 Ländern zusammen 36 Mal die Spitze der Albumcharts. Aber der Erfolg war hart erarbeitet.
"Es war ein gewagtes Experiment, wenn man ehrlich ist", erinnert sich David. "Vier Solo-Sänger zusammen zu bringen, drei davon aus der Oper, einer aus dem Pop, aus vier verschiedenen Ländern. Da gibt es natürlich Sprachbarrieren, die überwunden werden müssen. Es gab auch kein Muster, an dem man sich orientieren hätte können. Simon sagte: ?Hier sind die Songs, macht, dass ich stolz auf euch sein kann'. Wir mussten also gleich in der Praxis heraus finden, wie man so etwas überhaupt macht."
Der größte Trick von Il Divo war, es so aussehen zu lassen, als sei es das einfachste der Welt. Die Öffentlichkeit war angetan von den vier gutaussehenden Männern, die sich die Seele aus dem Leib sangen und einige der größten Songs der Musikgeschichte mit Hilfe ihrer außergewöhnlichen gesanglichen Fähigkeiten in etwas völlig Neues verwandelten. Doch hinter den Kulissen war bedingungslose Hingabe und kompromissloser Perfektionsdrang gefragt. "Es war für alle eine große Reise", erklärt Sebastian. "Wir steckten so viel Arbeit hinein. Wir wollten immer das bestmögliche herausholen. Das war die Herausforderung."
Der Terminkalender von Il Divo ließ keine Pausen zu. Im Rahmen ihrer zwei ausverkauften Welttourneen sangen sie vor über 1,5 Millionen Menschen in dreißig Ländern. Sie traten bei der Eröffnungs- und Abschluss-Veranstaltung der Fußball-WM 2006 auf, wo sie zusammen mit Toni Braxton den offiziellen Turnier-Song sangen. Als Special Guests begleiteten sie Barbra Streisand 2006 auf ihrer Tour durch Nordamerika. Und in all dieser Zeit verfeinerten sie jenes musikalisches Genre, dass sie praktisch selbst erschaffen hatten, suchten unablässig, wie David sagt, nach Songs und einem Stil, der sowohl für Oper als auch Pop angemessen war.
"Die Arbeit geht aber ständig weiter", sagt Urs. "Man kann klassische Musik analysieren, aber in der Welt der Popmusik funktioniert das ganz einfach: entweder es packt dich - oder nicht. Man kann sein Bestes geben und denken: ?Ich habe so hoch gesungen, und so laut', aber wenn es niemanden berührt, dann kann man es auch gleich bleiben lassen. Man muss also eine Menge lernen, neue musikalische Wege erschließen, verschiedene Facetten der Stimme entdecken und Klänge erschaffen, die in der klassischen Musik als ?technisch nicht korrekt' gelten würden, aber dennoch Gefühle transportieren, die fast schon spirituell sind. Ein schönes Stück Musik, das die Menschen berührt - wen interessiert es da, ob es aus dem 16. oder 20. Jahrhundert stammt? Zu einem Il-Divo-Konzert kommen 20.000 Menschen, die glücklich sind, dich zu sehen und dich zu hören. Das gibt einem eine solche Energie - es ist fantastisch."
Nach drei Jahren konstanter Arbeit hatten sich Il Divo als erfolgreichster weltweiter musikalischer Newcomer ihrer Zeit etabliert und die vier Sänger nahmen sich 2007 eine wohlverdiente Auszeit. Als sie wieder zusammen kamen, um mit den Vorbereitungen für ihr viertes Album zu beginnen, stellten sie fest, dass sich die Dynamik innerhalb der Gruppe grundlegend verändert hatte. "Wir sahen uns gegenseitig an und uns wurde klar, dass wir ein Team sind", erklärt David. "Wir waren die Schulter, an die sich der andere anlehnen konnte, wir waren die Jungs, die alles am Laufen hielten. Es machte ganz einfach ?Klick'."
"Und wurde klar, dass dies unser Schiff ist, und wir die vier Kapitäne", verkündet Carlos geheimnisvoll. "Es war sehr einfach, dem vollgestopften Terminkalender das Kommando zu überlassen und sich einfach mit der Strömung treiben zu lassen", sagt Urs. "Unsere Plattenfirma und unser Management halten das Schiff zwar am Schwimmen, aber wir sind diejenigen, die das Steuer in der Hand haben, das kann uns keiner abnehmen. Wir müssen von dem, was wir tun, überzeugt sein, es ist allein unsere Verantwortung. Wir entwickelten ein starkes Gefühl dafür, was wir zu tun haben, und wir tun es gemeinsam."
Bei ihrem ersten Album antizipierten sie instinktiv eine Arbeitsweise, die sie bei den Nachfolge-Alben verfeinerten und perfektionierten. Bei ihrem neuen Longplayer sollten nun allerdings neue kreative Wege beschritten werden. Eine der ersten Entscheidungen war, diesmal nur mit einem Produzenten, dem langjährigen Partner Steve McCutcheon (aka Steve Mac) zu arbeiten. "Steve Mac ist ein Genie", erklärt Carlos. "Er ist einer der besten Produzenten der Welt, er kreiert wunderschöne Orchestrierungen und scheut sich nicht davor, neue Ideen und Arrangements auszuprobieren."
"Wir betrachteten das Album als ein Stück, und konnten eine wesentlich bessere Balance finden", erklärt Urs. "Manchmal ist es dramatisch und groß, dann aber auch wieder still und intim. Wir haben mit diesen Songs wirklich ein paar neue Wege beschritten."
Das Ergebnis ist ein Album der Kontraste. Es enthält eine Version des Frankie-Goes-To-Hollywood-Klassikers "The Power Of Love", das laut David im "größten Il-Divo-Finale gipfelt, das man je gehört hat." Am anderen Ende des Spektrums steht die wunderbare Interpretation von Leonard Cohens "Hallelujah". "Wir mussten den Spannungsbogen dafür verändern", erklärt Urs. "Es ist sanft und mahnend, sehr bewegend." Dann gibt es da noch den Latin-Song "Mi Obsessione". "Er ist temporeich, mit schnellem Gesang - so etwas traut man Il Divo eigentlich überhaupt nicht zu", erklärt Sebastien. "Der Song war für uns eine Herausforderung, wir betraten damit völliges Neuland." Und alle schwärmen von ihrer Version des Abba-Evergreens "The Winner Takes It All". "Ich dachte zuerst, das wäre wohl ein wenig zu cheesy", gibt Carlos zu. "Aber wir haben es langsamer gemacht, die Tonart verändert und es funktionierte. Dies ist für mich das beste Album. Es ist wie Il Divo - nur noch viel mehr davon!"
"In der heutigen Musik fehlt einfach etwas. Etwas, das in den letzten Jahrzehnten nicht zu hören war - richtige Stimmen, die durch die Produktion schimmern", sagt David. "Das ist etwas, auf das wir von Anfang an hingearbeitet haben. Es ist irgendwie ?Alte Schule'. Richtige Stimmen, richtige Lyrik, richtige Kunst."
"Es ist etwas sehr Besonderes, wenn wir alle zusammen singen", ergänzt Carlos. "Dabei ist es völlig egal, wer die Melodie und wer die Harmonien singt, es fühlt sich an wie eine große Welle. Das Gefühl ist unbeschreiblich, es ist so gewaltig, selbst wenn ich auf der Bühne stehe und mit den anderen Jungs singe, bekomme ich eine Gänsehaut."
10/2008

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