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Biographie

Ein posthumes Geschenk zum 10.Todestag. Und ein Wunder moderner Tontechnik, die aus dürftigen Live-Mitschnitten ein Werk hervorbrachte, das des "Falken" würdig ist.

Die Vorgeschichte. Als Falco anno 1994 - begleitet vom 80 Musiker starken Orchester des Wiener Neustädter Konservatoriums und bejubelt von mehr als 10.000 begeisterten Fans - den Domplatz in eine Woge der Begeisterung verwandelte, ahnte niemand, dass dies das einzige und letzte Event dieser Art bleiben würde. An professionelle Mitschnitte von Bild und Ton wurde deshalb nicht gedacht. Doch das frühe Ableben des Künstlers setzte alle Hoffnung auf ein Dacapo ein jähes Ende.

"C.S.I." für den "Kommissar". Doch vor allem nach dem überwältigenden Erfolg der Live-DVD vom Konzert auf der Wiener Donauinsel wuchs der Druck der Falco-Fans. Und Thomas Rabitsch, langjähriger Bandleader des "Falken", startete ein Projekt, das selbst versierte Profis für unmöglich hielten: In aufwändiger, geradezu forensischer Recherche sammelte er vorhandenes, rudimentäres Bild- und Tonmaterial, rekonstruierte mit Hilfe modernster Technik und neuer Aufnahmen verlorene Teile, und verband alles zu einem faszinierenden Ganzen. Rabitsch: "Es war eigentlich ein völlig wahnwitziges Unterfangen, geprägt von Etappen-Siegen und Niederlagen, mit Sicherheit die aufwändigste Restauration bzw. Reproduktion eines Live-Mitschnitts, die in unseren Landen je gemacht wurde. Es war angewandte Audio- und Video Forensik."

Das Ergebnis. geriet zu einem Wunderwerk, das Profis in Erstaunen versetzt, und Falco-Fans eine kostbare Überraschung beschert. Der Wunsch, legendäre Hits wie "Jeanny", "Amadeus" oder "Ganz Wien" noch einmal live von Falco in symphonischer Begleitung erleben zu können, ist erfüllt:

Die DVD "Falco Symphonic" wird anlässlich des 10.Todestags des Künstlers am 1. Februar 2008 veröffentlicht.
Als Bonusmaterial ist ein "Making Of" auf der DVD enthalten: Interviews mit Thomas Rabitsch und Technikern, sowie spannende Aufnahmen aus dem Studio, die sichtbar machen, welch schwieriges Unterfangen die Rekonstruktion dieser einzigartigen Aufnahmen war.


TRACKLISTING "FALCO SYMPHONIC - IN CONCERT" DVD:


Das Konzert:

1) SYMPHONIC INTRO
2) SOUND OF MUSIK
3) MONARCHY NOW
4) DANCE MEPHISTO
5) LES NOUVEAUX RICHES
6) JUNGE RÖMER
7) GANZ WIEN
8) JEANNY + COMING HOME
9) TITANIC
10) VIENNA CALLING
11) NACHTFLUG
12) ROCK ME AMADEUS
13) HELDEN VON HEUTE

Die Lesung:
AUSZÜGE AUS "FALCO LIEST BEAT UND ANDERES" , WR. NEUSTADT, 18.05.1995
(ca. 15 Min.)

Das Making Of:
"RECONSTRUCTING FALCO SYMPHONIC"
(ca. 17 Min.)




Falco wurde als Johann Hölzel am 19.2.1957 in Wien Margareten geboren. Nach der Trennung seiner Eltern wächst er unter Obhut seiner Mutter und Großmutter auf.

Mit 16 Jahren verlässt Falco die Schule, schlägt sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs durchs Leben, um dann, während des Präsenzdienstes, die Bassgitarre als sein Instrument zu entdecken. Ein halbes Jahr auf dem Wiener Musikkonservatorium bestätigt Falco darin, Profimusiker zu werden. Er spielt in verschiedenen Bandprojekten (seine allererste Band heißt "Umspannwerk") und versucht sich rund ein Jahr in der Musikszene Westberlins.

Wir schreiben die späten 70er Jahre. Die Musikszene befindet sich im Umbruch. Die Punkexplosion schwappt von England nach Europa, jeder, der eine Gitarre halten kann, gründet eine Band. Gleichzeitig veröffentlicht Kultstar David Bowie, selbst inspiriert durch deutsche Bands wie "Kraftwerk" und "Can" seine innovative und einflussreiche "Berlin - Trilogie". "Low", "Heroes" und "Lodger". Zusammen mit Soundarchitekt Brian Eno lotet er damit neue Bereiche der Popmusik aus, und diese Platten lösen auch bei Hans Hölzel ein musikalisches Schlüsselerlebnis aus. Gleichzeitig dringen in die aufkeimende "Neue Deutsche Welle"- Zeit die ersten Rap-Töne und Grooves eines Kurtis Blow oder Grandmaster Flash, die auch einen sehr wichtigen Einfluss auf das Musikkonglomerat von Falco haben.

Zurück in Wien gründet Falco gemeinsam mit anderen Wiener Szenemusikern die Kommerzband "Spinning Wheel", vor allem deshalb, um sich seine eigentliche "Passion" leisten zu können, das "Erste Wiener Musiktheater" (später "Hallucination Company"). Das exzentrische Rocktheater boomt Ende der 70er Jahre besonders in Wien.

1978 wird aus Hansi Hölzel (auf seiner ersten Deutschland-Tour mit der Hallucination Company) Falco. Von dort an erscheint er nur noch als Falco (Name angeregt durch den DDR-Skispringer Falko Weisspflog) in seinem extravaganten Stil: mit Gel nach hinten frisierten Haaren, in Anzug gekleidet mit markanten Sonnenbrillen. Damit startet auch sein unaufhaltsamer Höhenflug.
01/2008

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